
Blutentnahme
Blutentnahme
Blutuntersuchungen sind essentiell und ein wichtiger Teil der Diagnostik. Die Blutentnahme und die anschließende, zum Teil hoch spezielle Labordiagnostik, muss dementsprechend gut vorbereitet und geplant werden.
Hier finden Sie eine Übersicht und wichtige Informationen.
Die funktionelle und sehr differenzierte Labordiagnostik, welche wir durchführen, ist wesentlich umfangreicher als Sie das bisher gewohnt sind und im Bereich der Beurteilung der Mikronährstoffe und der Bestimmung von oxidativem Stress ein wichtiger Teil der Präventivmedizin und der orthomolekularen Medizin. Dabei ist die Dauer der eigentlichen Entnahme für Sie kaum länger. Wie gewohnt werden auch bei uns mehrere Röhrchen abgenommen. Dabei sind die Röhrchen verschieden groß und haben bunte Kappen. Je nachdem, was und wie viel im Labor bestimmt werden soll, braucht es eine bestimmte Blutmenge. Diese ist aber selbst bei mehreren Röhrchen sehr gering und nicht spürbar.
Die korrekte Vorbereitung Ihrer Blutentnahme ist wichtig um verlässliche um exakte Messergebnisse zu erhalten. Selbstverständlich berät Sie Dr. Grimme individuell zu allen Fragen rund um Ihre Blutentnahme. Wir haben Ihnen hier alle notwendigen Informationen zusammengestellt. Dies beantwortet ggf. schon Ihre Fragen und Sie können sich bereits einen Überblick verschaffen:
Eine Nahrungsaufnahme hat einen vielfältigen Einfluss auf verschiedene Blutwerte. Wir empfehlen daher die Blutentnahme nüchtern und morgens bzw. vormittags durchzuführen. Denn einige Werte können auch tageszeitlichen Schwankungen unterliegen. Die Nüchternphase wird in verschiedenen Praxen und Kliniken unterschiedlich gehandhabt. Mal sind 8 Stunden, mal auch 10-12 Stunden angegeben. Es muss nicht bei allen Blutwerten eine 12-stündige Nahrungskarenz eingehalten werden, dennoch ist es einheitlicher für alle Werte.
Wir empfehlen folgendes Vorgehen:
- 2 Stunden vorher kein Koffein (keine Milch, kein Zucker im Kaffee oder Tee)
- 12 Stunden vorher keine Nahrungsaufnahme (z.B. Termin um 8 Uhr – letzte Mahlzeit um 20 Uhr abends)
- 48 Stunden vorher keine Nahrungsergänzungsmittel, Süßstoffe oder Kaugummis
- 12 Stunden vorher kein Nikotin
- 24 Stunden vorher keinen Alkohol (Alkohol verändert den Stoffwechsel)
Die Einnahme von Medikamenten sollte nach der Blutentnahme erfolgen, bzw. in Rücksprache mit Dr. Grimme.
Getränke, wie Wasser und ungesüßter Tee sind natürlich erlaubt.
Welche Blutwerte müssen nüchtern abgenommen werden?
- Blutzuckerwerte, Insulin-Resistenz-Index (HOMA-Index), u.a.
- Bluttfettwerte (Triglyceride, Cholesterin, LDL, HDL, etc.) – Nach aktuellem, wissenschaftlichem Stand, wäre eine Nüchternbestimmung nicht notwendig. Um einerseits aber immer vergleichbare Bedingungen zu schaffen und andererseits eine Anpassung an die Referenzwerte einzuhalten, empfehlen wie die 12-stündige Nahrungskarenz.
- Eiweiße gesamt oder als Aminogramm (Bestimmung der einzelnen Aminosäuren einzeln aufgeschlüsselt)
- Vitamine, Mengen- und Spurenelemente (Nicht für alle Substanzen ist Nüchternheit zwingende Voraussetzung. Doch es gilt auch hier unsere Empfehlung, mindestens 12 Stunden vorher nichts mehr gegessen zu haben.)
Die morgendliche, nüchterne Blutabnahme sorgt für mehr Konstanz, Vergleichbarkeit, da die Werte immer unter gleichen Bedingungen gewonnen wurden und schafft valide und exakte Werte. Sollten andere, als die genannten Blutwerte zu bestimmen sein, so wird Dr. Grimme das mit Ihnen besprechen und dann ist ggf. auch eine Blutentnahme nach einer Nahrungsaufnahme oder zu anderen Zeiten möglich. Auch die Körperlage sollte bei der Blutentnahme immer die gleiche sein, damit die Laborwerte im Verlauf vergleichbar sind.
Werden Nährstoffe oder Nahrungsergänzungsmittel eingenommen müssen die Werte im Verlauf kontrolliert werden.
Kontrollen nach Nährstoffsubstitution empfehlen wir zu folgenden Zeitpunkten:
- Omega-3-Index: Kontrolle nach 3-4 Monaten
- Vitamine: Kontrolle nach 3 Monaten
- Spurenelemente: Kontrolle nach 3 Monaten
- Eiweiß- und Aminosäurepräparate: Kontrolle nach 3 Monaten
- Eisenwerte nach Substitution mit Tabletten: 2 Wochen nach der letzten Einnahme
- Eisenwerte nach Substitution mit Infusionen: 4 Wochen nach der letzten Infusion
Wurde die Medikation angepasst und verändert oder der Ernährung umgestellt, sollte das im Verlauf ebenfalls kontrolliert werden. Dafür empfehlen wir folgende Zeitpunkte:
- Schilddrüsenwerte nach Änderung der Medikation: nach 4-6 Wochen
- Blutfettwerte (Triglyceride, Cholesterin, LDL, HDL, etc.): nach 6 Wochen
- Blutzuckerwerte, Insulin-Resistenz-Index (HOMA-Index): nach 3 Monaten
- Vitamine: nach 3 Monaten
- Spurenelemente: nach 3 Monaten
- Omega-3-Index: nach 3-4 Monaten
Die Blutentnahme sollte immer in Ruhe und ohne Stress durchgeführt werden. Erscheinen Sie daher entspannt und ohne Zeitdruck in der Praxis und planen Sie ca. 30 Minuten für die Blutentnahme ein. Den Rest übernehmen wir.
Häufige Fragen zur Blutentnahme
Für viele Laborwerte ist eine nüchterne Blutentnahme sinnvoll, weil Essen und Trinken (insbesondere Zucker/Fette) verschiedene Parameter beeinflussen können. Für maximale Vergleichbarkeit empfehlen wir in der Regel eine Blutentnahme morgens/vormittags nüchtern.
Als einheitliche Regel (für gute Vergleichbarkeit vieler Werte) hat sich eine Nahrungskarenz von 12 Stunden bewährt. Das ist nicht für jeden einzelnen Wert zwingend erforderlich, reduziert aber Schwankungen und erleichtert die Interpretation.
Ja. Wasser und ungesüßter Tee sind in der Regel erlaubt und sogar hilfreich, weil eine gute Hydrierung die Blutentnahme erleichtert.
Wenn du standardisierte Bedingungen möchtest: 2 Stunden vorher kein Koffein. Wichtig ist dabei nicht nur der Kaffee selbst, sondern auch Zusätze wie Milch oder Zucker, die Werte beeinflussen können.
In der Regel empfehlen wir, 48 Stunden vorher keine Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen (inklusive Süßstoffe/Kaugummi), damit Messwerte nicht kurzfristig verfälscht werden und im Verlauf besser vergleichbar sind.
Für standardisierte Ergebnisse: 12 Stunden vorher kein Nikotin. Nikotin kann Stressreaktionen und Stoffwechselparameter beeinflussen.
Wir empfehlen 24 Stunden vorher keinen Alkohol, da Alkohol Stoffwechsel und Laborwerte beeinflussen kann.
Häufig ist es sinnvoll, Medikamente erst nach der Blutentnahme einzunehmen. Das sollte aber individuell entschieden werden – insbesondere bei Dauermedikation. Im Zweifel bitte vorab kurz Rücksprache halten.
Besonders relevant ist Nüchternheit typischerweise für Glukose-/Insulinwerte (z. B. HOMA-Index) und häufig auch für Triglyceride/Lipide, wenn man Vergleichbarkeit zu Referenzbereichen und Verlaufswerten herstellen möchte. Auch Aminosäuren sowie viele Vitamin- und Spurenelementbezogene Parameter profitieren von standardisierten Bedingungen.
Das ist kein Drama – aber je nach geplanter Analytik kann es die Aussagekraft einzelner Werte reduzieren. Am besten: kurz mitteilen, was und wann du gegessen/getrunken hast. Dann kann man entscheiden, ob man die Blutentnahme verschiebt oder welche Werte trotzdem sinnvoll interpretierbar sind.
Auch bei umfangreicher Diagnostik sind es meist mehrere Röhrchen, weil unterschiedliche Analysen verschiedene Röhrchentypen (Additive/Material) benötigen. Die entnommene Blutmenge ist in Summe üblicherweise gering.
Einige Laborwerte unterliegen tageszeitlichen Schwankungen. Morgens/vormittags und nüchtern schafft mehr Konstanz und verbessert die Vergleichbarkeit – besonders bei Verlaufskontrollen.
